Samstag, 31. Dezember 2016

[Monatsrückblick] Dezember 2016


Hallo zusammen :)

Das Jahr 2016 geht zu Ende. Der Dezember hat mich noch einmal in vielerlei Hinsicht überrascht. Zum einen habe ich deutlich mehr gelesen als erwartet, zum anderen hatte ich ein paar echte Glücksgriffe, was die Auswahl der Bücher angeht. Aber seht selbst :)

Bücher
Ohne "Nach einer wahren Geschichte" und "Goddess of Poison", da verliehen.
Zunächst habe ich ich im Dezember Nach einer wahren Geschichte von Delphine De Vigan beendet. Delphine De Vigans Werk, in welchem sie Fiktion und Realität so gekonnt miteinander verstrickte, dass mir der Mund offen stehen blieb, wird sich definitiv unter meinen Jahreshighlights wiederfinden. Danach las ich Die Fremden: Für mehr Mitgefühl von William Shakespeare. Das dünne Büchlein ist sehr interessant geschrieben und hat mir Lust darauf gemacht, wieder eins der längeren Werke von Shakespeare zu lesen. Sehr empfehlenswert! Auch Lebensgeister von Banana Yoshimoto hat mir sehr gefallen. Meine Rezension könnt ihr hier lesen. Der Anfang von Goddess of Poison 01 Tödliche Berührung von Melinda Salisbury konnte mich überzeugen, die zweite Hälfte jedoch leider gar nicht. Hier kommt ihr zu meiner Rezension. Danach hatte ich riesige Lust auf Wer die Nachtigall stört von Harper Lee. Das Buch ist so toll. Die Charaktere, der Schreibstil, die Geschichte, einfach alles. Wer es noch nicht kennt: Lesen!



Das Seelenhaus von Hannah Kent habe ich als Hörbuch gehört. Die Hörbuchsprecher waren zwar richtig toll, aber ich hätte das Buch, glaube ich, besser gelesen, weil ich mich da besser konzentrieren kann. Dennoch ein schockierender Roman, der nicht spurlos an mir vorbei zog. Auch Seelenlos 03 Regensilber von Juliane Maibach habe ich im Dezember gelesen. Meine Rezension könnt ihr hier sehen. Physik der Schwermut von Georgi Gospodinov habe ich in meinem Nikolausstiefel gefunden und kurz vor Weihnachten beendet. Die Geschichte folgt keinem roten Faden, ist verwirrend, aber auch etwas ganz besonderes. Sprachlich unglaublich schön und berührend. In Stadt ohne Engel beschreibt der Autor Jan Brandt seine drei Monate in L.A. Geschichten von Einwohnern, Aussteigern, Teenagern, Rappern, Dichtern...einfach echten Menschen. L.A. wurde in diesem Buch unglaublich gut eingefangen und beschrieben.



Weltgeschichte to go von Alexander von Schönburg habe ich als Hörbuch gehört. Es war toll gelesen und unglaublich spannend, aber irgendwie hat mir eine genauere Struktur gefehlt. Alles ging mir etwas zu schnell. Meine Rezension hierzu folgt. Ein weiteres Highlight in diesem Monat war Meine geniale Freundin von Elena Ferrante. Ja, dieses Buch ist wirklich so toll, wie alle sagen. Meine Rezension folgt in Kürze. Fallen von Sandra Hughes ist ein dünnes Büchlein, das mich sehr mitgenommen hat. Authentisch werden die Gefühle einer Mutter beschrieben, deren Sohn an einem Bankautomaten einen Hirnschlag erleidet. Zahlreiche Passanten gehen an ihm vorbei, bis einige Zeit später endlich einen Krankenwagen ruft. Kummer, Wut und Trauer werden in diesem Buch perfekt vereint. Auch hierzu folgt meine Rezension in Kürze. Zu guter letzt habe ich noch Das Paket von Sebastian Fitzek gelesen. Ein unglaublich spannender Psychothriller, der an die alten Werke des Autors erinnert!



Ein Buch habe ich nach 50 Seiten leider abgebrochen: Der Weihnachtshund von Daniel Glattauer. Das war leider gar nicht mein Fall.

Meine Monatsstatistik Dezember
Anzahl gelesener Bücher: 13 (davon 2 Hörbücher)
Abgebrochen: 1
Anzahl gelesener Seiten: 3.406
Gelesene Seiten pro Tag (durchschnittlich): ~110 Seiten

Filme
Diesen Monat habe ich einige gute Filme gesehen. Von Before I wake habe ich eigentlich etwas ganz anderes erwartet. Der Film besitzt zwar durchaus einige Horrorelemente, lebt aber vor allem von wunderschönen Bildern. Tatsächlich fand ich den Film sehr überraschend und packend. Bridge of Spies konnte mich, ebenso wie Arrival und Nocturnal Animals, so begeistern, dass er es in meine Filmhighlights 2016 geschafft hat. Solltet ihr euch für einen der Filme interessieren: Schaut doch hier vorbei. Ich habe ein bisschen was über die Filme geschrieben und die Trailer eingepflegt. Eine tolle Buchverfilmung war zudem Wer die Nachtigall stört (1962). Nicht so toll, wie das Buch, aber dennoch sehr sehenswert :) Und falls ihr euch wundert, wo meine gesehenen Serien sind: Tatsächlich habe ich im Dezember nicht eine einzige Serie gesehen ;)

Was habt ihr im Dezember gelesen / gesehen?
Kennt ihr eins der genannten Bücher oder einen der Filme, die ich gesehen habe?

Und nun wünsche ich euch allen einen guten Rutsch ins Jahr 2017!

Freitag, 30. Dezember 2016

Meine FILM-Highlights 2016

Hallo zusammen,

in den letzten Monaten habe ich nicht nur meine gelesenen Bücher, sondern auch meine gesehenen Filme in den Monatsrückblick aufgenommen.

Dabei waren ein paar echte Schätze, die ich euch nochmal in Erinnerung rufen möchte. Deshalb dachte ich mir, ich mache heute einfach eine kleine Top10 mit den besten Filmen, die ich 2016 gesehen habe.

Achtung: Es geht hier um die Filme die ich 2016 gesehen habe, nicht um Filme, die unbedingt in diesem Jahr erschienen sind.

Nocturnal Animals (2016)
Nocturnal Animals ist erst vor wenigen Tagen in die deutschen Kinos gekommen und hat mich komplett umgehauen. Der Film basiert auf einer Romanvorlage (Buch: Tony & Susan von Austin Wright) Schnell wird dem Zuschauer klar, dass die Protagonistin Susan (Amy Adams) mit ihrem Mann und ihrem Leben nicht glücklich ist. Sie sagt von sich selbst, dass sie nicht das Recht habe unglücklich zu sein, weil sie eigentlich alles habe. Da erreicht sie ein Paket. Ein Paket mit dem fertigen Manuskriptes ihres ersten Ehemannes Tony (Jake Gyllenhaal), den sie vor Jahren verlassen hat. Sie beginnt mit dem Lesen des Buches, das ihr gewidmet ist. Der Roman ist brutal und erschütternd und hat etwas mit der gemeinsamen Vergangenheit zu tun. Der Film hat mich in so vielerlei Hinsicht beeindruckt. Sowohl die Hauptsdarsteller, als auch die Nebendarsteller, insbesondere Aaron Taylor-Johnson, spielten sehr ausdrucksstark und authentisch. Die Kameraführung, die Inszenierung, die Geschichte selbst...einfach ein perfekter Film! Der Regisseur ist übrigens Tom Ford...ja, der mit den Anzügen von James Bond! Ich freue mich schon auf weitere Filme von ihm.


Nightcrawler (2014)
Was Jake Gyllenhaal in Nightcrawler abliefert ist einfach unglaublich. Der Film lebt vor allem durch sein Schauspiel. Louis (Gyllenhaal) ist ein zwielichtiger und unangenehmer Typ, der von einem Job zum nächsten springt. Er begegnet einem Mann, einem Nightcrawler (Kameramann, der Bilder vom Unfallort, etc. macht) und beschließt selbst ein Nightcrawler zu werden. Aufgrund seiner Rücksichts- und Skrupellosigkeit wird er die Nummer 1 im dem Geschäft. Keiner traut sich so nah ran, keiner filmt so genau und durch fragwürdige Mittel, ist er fast immer der erste vor Ort. Doch in seinem Erfolgsrausch geht er schnell ein paar Schritte zu weit. Ein spannender Film, der uns u.a. auch unsere Sensationsgeilheit vor Augen führt, in erster Linie aber die mitreissende Geschichte eines unsympathischen Kleinkriminellen ist, dessen handeln man kaum fassen kann.


The Arrival (2016)
Scheint, als drehe sich mein Filmjahr hauptsächlich um zwei Schauspieler: Amy Adams und Jake Gyllenhaal xD Bei The Arrival gibt es zwar keinen Gyllenhaal, dafür aber Amy Adams in der Rolle der Linguistin Dr. Louise Banks. Zwölf Raumschiffe landen an den unterschiedlichsten Orten der Erde. Louise wird hinzugezogen, da die Außerirdischen Kontakt aufnehmen wollen und sie deren Sprache entschlüsseln soll. Wer hier einen actiongeladenen Film erwartet, dürfte überrascht werden. The Arrival ist ein sehr ruhiger, dennoch spannender und bildgewaltiger Film. Gemeinsam mit dem Physiker Ian Donelly (Jeremy Renner) kommt Louise nach und nach dahinter, was der Grund des Besuchs der Auserirdischen ist. Der Film erinnerte mich von seinem Aufbau etwas an Interstellar, der mein Filmhighlight 2015 war. Absolut empfehlenswert!


Stoker (2013)
Stoker ist ein Film, der sich vor allem durch das Wort "anders" beschreiben lässt. Der Psychothriller des südkoreanischen Regisseurs Park Chan-wook überzeugte mich vor allem durch Setting, Farben, Kameraführung und Musik. Diese Aspekte, zusammen mit der außergewöhnlichen Handlung und den tollen Schauspielern, machen den Film zu einem außergewöhnlichen Kunstwerk. Protagonistion des Films ist die achzehnjährige India (Mia Wasikowaska), deren Vater kürzlich bei einem Autounfall verstorben ist. Während der Beerdigung taucht auf einmal der mysteriöse Bruder des Vaters auf. India wusste nichts von diesem ominösen Bruder, der fortan bei ihr und ihrer Mutter (Nicole Kidman) lebt. Sein Verhalten ist seltsam, es verschwinden Leute und India versucht herauszufinden, was ihr Onkel wirklich bezweckt.


Children of Men (2006)
Der Film Children of Men ist bereits 10 Jahre alt, doch ich bin eine der wenigen, die ihn noch nicht kannte. Er spielt in einer dystopischen Welt im Jahre 2027. Die Menschheit ist vom Aussterben bedroht, da seit 18 Jahren kein einziges Kind geboren wurde. Die Welt ist geprägt von Gewalt und Verzweiflung. Großbritannien ist abgeschottet, täglich stehen massenhaft Immigranten vor den Zäunen und möchten Zuflucht. Doch diese will keiner haben. Im besten Fall werden sie in Aufnahmelager abgeschoben, wo furchtbare Verhältnisse herrschen. Kommt euch bekannt vor? Ging mir genau so. Aber weiter im Text ;) Theo Faron (Clive Owen) ist am Ende. Da bekommt er die Aufgabe die junge Immigrantin Kee (Claire-Hope Ashitey) an einen sicheren Ort zu bringen. Der Grund: Sie ist schwanger und somit die erste Frau, die nach 18 Jahren ein Kind gebären wird. Ein sehr spannender, aktueller Film.


Free State of Jones (2016)
Ich bin entsetzt, dass ein Film wie Free State of Jones derart floppen konnte. In Deutschland wurde er nicht einmal im Kino gezeigt. Und ich verstehe absolut nicht wieso. Nach einer wahren Begebenheit erzählt der Film die Geschichte des Farmers Newton Knight, der gegen Ungleichheit, Rassismus und Sklaverei kämpft. Dabei opftert er alles. Der Film hat fabelhafte Drehplätze, eine sehr gute Besetzung - Matthew McConaughey in der Rolle von Newton Knight läuft hier zu Höchstformen auf - und eine unfassbare Geschichte, die auch noch sehr nah an der Realität ist. Dazu ist der Film unfassbar spannend, sodass trotz einer Spielzeit von über zwei Stunden nie Langeweile aufkommt. Mich hat der Film sehr berührt, nicht zuletzt, weil er auch vor Augen führt, welch langer Weg bis zu den Gesetzen heute gangen wurde und welch weiten Weg bis zur uneingeschränken Gleichberechtigung wir selbst heute noch haben.


Oldboy (2003)
Oldboy ist, ebenso wie Stoker, ein Film des südkoreanischen Regisseurs Park Chan-wook.
Oh Dae-su (Choi Min-Sik) wird entführt und 15 Jahre lang in ein Zimmer gesperrt. Der einzige Kontakt zur Außenwelt ist der Fernseher in seinem Zimmer, durch welchen er erfährt, dass seine Frau ermordet wurde und er für den Mord verantwortlich gemacht wird. Nach 15 Jahren schafft er es zu fliehen und findet Zuflucht bei Mi-do (Kang Hye-jeong), einer Frau, die er in deren Sushi-Imbiss kennenlernt. Er versucht herauszufinden, weshalb er gefangen genommen wurde und sinnt nach Rache. Oldboy ist ein sehr brutaler Film voller Gewalt und Grausamkeit. Die Handlung ist sehr komplex und packend, wie ich es selten erlebt habe.


10 Cloverfield Lane (2016)
Michelle (Mary Elisabeth Winstead) erwacht nach einem Unfall in einem Bunker, gerettet von dem seltsamen Howard (John Goodman). Dieser berichtet ihr von einem chemischen Angriff und der Verseuchung der Erde. Sollte sie den Bunker verlassen, stirbt sie. Emmett (John Gallagher Jr.) lebt ebenfalls in dem Bunker. Nach und nach beginnen sie sich zu fragen, ob Howard die Wahrheit sagt und ob es um die Erde wirklich so schlimm bestellt ist. Sie schmieden einen Fluchtplan. Mir hat der Film sehr gut gefallen. Man fiebert von Anfang bis Ende der Auflösung entgegen und wird durch die extreme Spannung durchgehend gut unterhalten.

Enemy (2013)
Und nochmal Jake Gyllenhaal, dieses Mal sogar in einer Doppelrolle. Protagonist ist der  Geschichtsprofessor Adam Bell, dessen Leben eher langweilig verläuft, bis er seinen Doppelgänger entdeckt. Dieser ist das genaue Gegenteil von ihm und doch sehen sich die beiden nicht nur ähnlich sondern gleichen sich vollkommen. Die Handlung ist viel zu komplex um sie hier grob zu Umreissen. Der Film ist auf jeden Fall ein ruhiger, tiefgründiger Thriller der zum Nachdenken anregt.
 

Bridge of Spies (2015)
Und zu guter letzt noch ein Film, der sich nur schwer umreissen lässt. 1957 nimmt sich James Donovan (Tom Hanks) den Fall Rudolf Abel (Mark Rylance) an. Dieser lebt als Künster in den Vereinigten Staaten, scheint aber auch als Spion für die Sowjetunion zu arbeiten. Der mutmaßliche Spion wächst Donovan ans Herz und so kämpft er unerbitterlich für dessen Gerechtigkeit. Seine Wege führen ihn unter anderem nach Ostberlin. Ein spannender, bedrückender und mitreissender Film mit absoluter Top-Besetzung.



Kennt ihr einen der von mir genannten Filme? Wie hat er euch gefallen?
Und was sind eure Filmempfehlungen?
Konnte ich euch auf einen oder mehrere der Filme Lust machen?

Rezension: Juliane Maibach - Seelenlos 03 Regensilber

Preis Ebook: 3,99 €
Preis Taschenbuch: 9,90€
Seitenanzahl: 304 Seiten
Verlag: Selbstverlag

ISBN: 978-3000541087
Erscheinungsdatum: 06. Oktober 2016
Genre: Jugendfantasy
Reihe: Band 3/5

Klappentext Nachdem das Himmelschwarz seine unermessliche Kraft gezeigt und Gwens Träume zerstört hat, bleibt nichts als verbrannte Asche. Dennoch will sie nicht aufgeben und klammert sich an eine Hoffnung, Tares doch noch retten zu können. So sucht sie gemeinsam mit Asrell und Niris weiter nach den Splittern, aber dann zeigt sich, dass diese im Kampf zerstört worden sind … Nicht nur in dieser fremden Welt lauern Gefahren, auch Gwens Heimat wird von etwas Dunklem bedroht, das man vor langer Zeit ausgelöscht glaubte und nun den Lauf der Geschichte in beiden Welten für immer verändern könnte … Eine Kraft wird freigesetzt, die durch nichts aufzuhalten ist und alle Beteiligten vor eine neue Herausforderung stellt.

Das Cover von Seelenlos - Regensilber ist mein persönlicher Favorit der Reihe. Ich finde es einfach perfekt. Auch der Bezug zwischen Titel und Geschichte ist wie immer sehr gelungen.

Ich war gespannt darauf zu erfahren, wie es mit Gwen weiter geht. Band 3 schließt nahtlos an die Geschehnisse des Vorgängers an. Gwens Trauer um Tares Verlust ist spürbar, ebenso wie ihre Hoffnung, ihn doch noch retten zu können. Das Buch beginnt ruhig, was mir sehr gut gefallen hat. Der Leser kann sich hierdurch ganz in Gwens Gefühle hineinversetzen ohne abgelenkt zu werden. Gemeinsam mit ihren Freunden macht sie sich weiter auf die Suche nach den Fragmenten des Amulettes, wobei diese etwas in den Hintergrund gerückt ist. Zudem ist das Buch deutlich weniger actiongeladen als die Vorgänger, was mir jedoch besser gefallen hat. Sehr gut gefallen hat mich auch, dass einige Teile des Buches wieder in unserer Welt spielen. In dieser Welt passiert so einiges. Gwens Freundin Fee verändert sich, scheint nicht mehr sie selbst zu sein. Eine Macht aus Tares Welt, breitet sich in der unseren aus.

Der Schreibstil ist wie immer sehr angenehm und flüssig zu lesen. Auch ihre Fantasie hat Juliane Maibach nicht verloren und somit wird der Leser immer wieder überrascht. Die Welt, die sie geschaffen hat, wird weiter ausgebaut und mit weiteren interessanten Charakteren gespickt.

Es werden einige Fragen in diesem dritten Teil beantwortet, dafür aber auch neue aufgeworfen, sodass es weiter spannend bleibt. Die Charaktere entwickeln sich weiter, was ich besonders bei Mehrteilern sehr wichtig finde. Die Spannung wird durchgehend aufrecht erhalten, sodass man gar nicht merkt, wie die Seiten dahin fliegen. Das Buch endet mit einem riesen Cliffhanger, der auf den vierten Band fiebern lässt.

Fazit: Ein toller dritter Band, in welchem ich besonders die ruhigen Töne, die Charakterentwicklung und die Geschehnisse in unserer Welt mochte. 

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Top Ten Thursday #26

Hallöchen zusammen :)
Der Top Ten Thursday ist eine Aktion von Steffis Bücher Bloggeria.  

Das heutige Thema lautet:
10 Bücher, die du dir zu Weihnachten wünscht

Das Auswählen fiel mir heute überhaupt nicht schwer ;) Das sind die zehn Bücher, die ich mir am meisten zu Weihnachten wünsche ♥


Und welche Bücher hofft ihr unter dem Weihnachtsbaum zu finden?

Dienstag, 13. Dezember 2016

Gemeinsam Lesen #43

Gemeinsam Lesen ist eine Aktion von Schlunzen-Bücher, die von Asaviel's Bücher-Allerlei ins Leben gerufen wurde. Die Aktion findet wöchentlich immer Dienstags bei Steffi und Nadja von Schlunzenbücher statt. Teilnehmen darf jeder wann und immer er Lust und Zeit dazu hat. Die Fragen auch nach Dienstag noch beantwortet werden. Bitte benutzt bei einer Teilnahme das Gemeinsam Lesen.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? Ich lese gerade Totenfang von Simon Beckett und befinde mich aktuell auf S. 122/560. Außerdem habe ich noch mit Physik der Schwermut von Georgi Gospodinov begonnen. Hier befinde ich mich auf S. 38/336.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite? 
Physik der Schwermut: "Ihre Brille ist auf den Boden gefallen, ich reiche sie ihr."

Totenfang: "
Aber wie sollten Sie auch?"

3. Was willst du aktuell unbedingt zu deinem Buch loswerden?
Physik der Schwermut: Ich bin noch nicht besonders weit, aber der Prolog und die Zitate zu Beginn des Buches konnten mich schon schwer beeindrucken! Der Schreibstil der Autors gefällt mir sehr gut und auch die Idee der Geschichte finde ich interessant.

Totenfang: Lange habe ich auf diese Fortsetzung gewartet und jetzt halte ich sie endlich in den Händen. Auf den ersten 122 Seiten ist noch nicht wirklich viel passiert. Ich stehe dem Buch noch recht neutral gegenüber ;)

4. Wenn du liest, tauchst du dann richtig ab so dass du deine Umgebung nicht mehr wahrnimmst? (Frage von Anka) Das passiert mir sehr selten. Ich bekomme schon mit was um mich herum passiert. Es interessiert mich nur nicht sonderlich, wenn ich in ein Buch vertieft bin ;)

Und was lest ihr gerade?

Sonntag, 11. Dezember 2016

Rezension: Melinda Salisbury - Goddess of Poison 01 Tödliche Berührung

OT: The Sin Eater's Daughter
Übersetzung: A. M. Grünewald
Preis Ebook: 15,99 €
Preis Hardcover: 17,99€
Seitenanzahl: 352 Seiten
 
Verlag: Bloomoon
ISBN: 978-3-8458-1513-8
Erscheinungsdatum: 19. September 2016
Genre: Jugendfantasy
Reihe: Band 1/3

Klappenstext Die siebzehnjährige Twylla ist kein Mädchen wie jedes andere: Sie ist die Verkörperung der Großen Göttin und wird als solche im ganzen Land verehrt - außerdem ist es ihr bestimmt, einmal den Kronprinzen zu heiraten. Doch ihr göttliches Schicksal bringt auch eine schreckliche Verpflichtung mit sich: Jeden Monat muss sie tödliches Gift trinken, gegen das nur sie, als göttliche Inkarnation, immun ist. Doch jeder, der Twylla berührt, wird von dem Gift infiziert und stirbt.

Twylla ist der einsamste Mensch der Welt. Wer kann schon ein Mädchen lieben, das regelmäßig Verbrecher und Verräter durch seine Berührung hinrichtet? Vor der alle erschrocken zurückweichen, sobald sie einen Raum betritt? Sogar der Kronprinz, der ja einmal ihr Mann werden soll, meidet sie. Doch alles ändert sich, als Twylla ein neuer Wächter zur Seite gestellt wird. Mit frechem Grinsen und unangemessenen Bemerkungen zieht der junge Mann alles, woran Twylla geglaubt hat, in Zweifel. Ist ihre Heirat mit dem Prinzen wirklich vom Schicksal vorherbestimmt? Ist sie tatsächlich die Verkörperung einer Gottheit? Und nicht zuletzt: Was hat es mit dem schrecklichen Gift auf sich, das auf alle, außer auf Twylla, eine tödliche Wirkung hat?

Nach und nach deckt Twylla mit Hilfe ihres charmanten Beschützers eine mörderische Intrige auf, die die Grundfesten des gesamten Landes Lormere ins Wanken bringt …


Diese Reihe habe ich schon vor längerer Zeit im englischsprachigen Original ins Auge gefasst. Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, als ich erfahren habe, dass das Buch übersetzt wird. Der Klappentext verrät, wie ich finde, etwas zu viel. Ich bin allgemein kein Freund langer Klappentexte und habe auch diesen erst nach dem Lesen des Buches komplett gelesen.

Die Geschichte beginnt spannend und konnte mich sofort in ihren Bann ziehen. Eine mittelalterlich angehauchte Monarchie, in welcher eine böse Königin herrscht und Twylla die Wiedergeburt der Göttin Daunen ist. Vor allem den Einstieg in die Geschichte mochte ich sehr gerne. Das Kennenlernen der Charaktere, der Aufbau der Atmosphäre, das Lesen von Geschichten und Mythen. Auch ein paar Ideen, die ich in der Form noch nicht gelesen habe, konnten mich begeistern wie bspw. die Tradition des Sündenessens. Stirbt eine Person, wird für jede Sünde die sie zu Lebzeiten begangen hat, ein anderes Nahrungsmittel auf den Sarg gestellt. Die Sündenesserin kommt und nimmt die Sünden durch den Verzehr auf sich. Die Seele des Toten kann so ohne Sünden in den Himmel kommen. Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und ermöglicht ein schnelles Lesen. Die erste Hälfte des Buches hat mir sehr gut gefallen und ich habe sie in einem Zug verschlungen.

Leider konnte mich die zweite Hälfte des Buches nicht mehr überzeugen, so sehr ich auch versucht habe über verschiedene Dinge hinweg zu sehen.

Zum einen gibt es viele Logikfehler. Wieso trägt Twylla keine Handschuhe, wenn sie mit Menschen die sie durch ihre Berührung töten könnte unterwegs ist? Auf andere Logikfehler kann ich leider nicht eingehen, da sie zu viel von der Auflösung preisgeben würden. Natürlich gibt es in diesem Buch auch eine Liebesgeschichte, deren Anfang ich sehr mochte. Doch als Twylla und ihr "Erwählter" zusammen kommen, wird diese so kitschig, dass ich manche Stellen einfach übersprungen habe. Die ständigen Kabbeleien, das ständige "mit Kissen bewerfen", die ständigen Beteuerungen wie sehr man sich liebt...Mein größtes Problem hatte ich jedoch mit der Protagonistin selbst. Sie deckt ein großes Geheimnis auf und schwebt dadurch (ebenso wie ihr Freund) in Lebensgefahr. Sie macht sich zwar Sorgen, ist dabei aber so unvorsichtig, dass es an Dummheit grenzt. Sie ist leichtgläubig, macht sich kaum eigene Gedanken und bringt sich und ihren Freund durch ihre Unvorsichtigkeit nur in noch größere Gefahr. Teilweise habe ich mich echt geärgert und dachte nicht nur einmal "Das ist jetzt nicht euer Ernst?!"

Das Ende lässt zwar Platz für einen weiteren Teil, ist aber soweit abgeschlossen. Zudem gibt es zum Schluss noch einen Plottwist, den ich nicht erwartet habe.

Fazit: Ein Auftakt, der sehr stark beginnt und mir in vielen Punkten gefallen hat. Leider empfand ich die zweite Hälfte des Buches zum größten Teil als nervig, weil die Protagonistin mit ihrer Naivität kaum auszuhalten war.

Montag, 5. Dezember 2016

Rezension: Banana Yoshimoto - Lebensgeister

OT: Sweet Hereafter 
Übersetzung: Thomas Eggenberg 
Preis Ebook: 12,99€  
Preis Paperback: 15,00€ 
Seitenanzahl: 160 Seiten

Verlag: Diogenes
ISBN: 978-3-257-30042-0
Erscheinungsdatum: 28. September 2016
Genre: Roman
Reihe: Einzelband

Klappentext Nach einem schweren Unfall und dem Verlust ihres Geliebten ist Sayoko nicht mehr sie selbst. Sie hat das Zwischenreich der Geister betreten und Geheimnisse der unsichtbaren Welt erfahren. In der Tempelstadt Kyoto lernt sie allmählich das Leben so zu akzeptieren, wie es ist: voller Ungewiss­heiten und Rätsel, dem Tod immer nahe, ob man jung ist oder alt. Aber sie begreift auch, wie einmalig und geheimnisvoll das Diesseits ist.

Das Buch beginnt direkt mit dem Unfall, bei welchem Sayoko schwerst verletzt wird und ihr Geliebter Yoichi stirbt. Zwei Jahre dauert es, bis ihre körperlichen Verletzungen geheilt sind und sie wieder ein normales Leben führen kann. Eng verbunden mit den Eltern des Verstorbenen führt sie Yoichis Atelier weiter. Der Leser begleitet Sayokos Weg zurück ins Leben, ihre seelische Heilung. Sie zieht aus ihrem Elternhaus aus, findet neue Freunde und erkennt die Schönheit und Besonderheit des Lebens. Niemals hätte ich nach dem Lesen des Klappentextes gedacht, einen so lebensbejahenden Roman vorliegen zu haben. So denkt  Sayoko zum Ende hin:

"Was für ein Luxus, was für ein Geschenk ist es doch, dachte ich nur, dass du eine Zeitlang hier auf Erden sein darfst, in diesem großen unerschöpflichen Leben." (S. 123) 

Dennoch wird ihr Schmerz, ihre Trauer gut  beschrieben:

"Für eine Weile ließ das Leben mit all seinen täglichen Erfordernissen mein Herz in Ruhe und ging, Hand in Hand mit meinem Körper, einfach nur weiter, immer weiter." (S.47) 


Yoshimotos Schreibstil ist feinfühlig und dennoch klar und direkt. Die unglaubliche Leichtigkeit, mit welcher sie Sayokos Geschichte erzählt, hat einen hohen Wiedererkennungswert. Zu der Geschichte fand ich schnell Zugang, sodass ich die 160 Seiten an einem Stück las.

Besonders gut gefielen mir auch die zahlreichen Fußnoten, welche Anmerkungen des Übersetzers Thomas Eggenberg beinhalten und das Verständnis für gewisse Orte erleichtern. So findet man am Seitenende Wortübersetzungen wie
Daifuku-Mochi (Daifuku = Großes Glück; Mochi = Eine Art Reiskuchen (...)) oder Informationen zu Orten, Gebäuden (Gakeshobo = Ein kleiner sympathischer Buchladen (...)).


Die Charaktere empfand ich als sehr erfrischend. Angetan war ich vor allem von Sayokos Nachbarn Atarus. Dass Sayoko Geister sehen kann, ist in diesem Buch nicht das Hauptthema. Viel mehr geht es um das eigentliche Leben, aber auch den Umgang mit dem Tod. Das Leben nach dem Tod wird vor allem zu Beginn des Buches thematisiert, in welchem Sayoko nach dem Unfall eine Nahtoderfahrung erlebt und ihrem toten Großvater sowie dem verstorbenen Hund begegnet.

Ein weiteres Zitat, dieses Mal von Sayokos verstorbenen Großvater, welches mir sehr gefallen hat, lautet wie folgt:

"Alles hat seine Zeit, braucht seine Zeit. Daran solltest du immer denken. Wenn du zu weit nach vorne schaust, stolperst du. Verweile lieber im Moment, und geh Schritt für Schritt deinen Weg." (S. 111)

Fazit: Ein lebensbejahender, einfühlsamer Roman, welcher sich mit dem "Danach" in unterschiedlichen Formen, aber vor allem mit dem "Jetzt" beschäftigt.