Montag, 18. Januar 2016

Rezension: Elisabeth Herrmann - Seefeuer

Preis: 19,99 €
Format: Hörbuch, 1 MP3-CD
Laufzeit: 7h 18 Min
 

Gelesen von Laura Maire
Verlag: Der Hörverlag
 
ISBN:
978-3-8445-1334-9

Erscheinungsdatum: 23. Juni 2014
Genre: Jugendthriller  
Reihe: Einzelband
Meine Wertung: 3,5/5 Sterne


Klappentext Bei der Rettung von zwei Seehunden kollidiert Maries Schiff mit einem Wrack. Es ist die "Trinity", die vor über sechzig Jahren in einer stürmischen Nacht gesunken ist. Als die ersten Schatzsucher auftauchen, die das Schiff mit seiner kostbaren Fracht nach so langer Zeit bergen wollen, ist es mit der Ruhe im idyllischen Friedrichskoog vorbei. Vor allem Vince, ein junger Freitaucher, bringt Marie gehörig durcheinander. Erst recht, als Marie von ihm erfährt, dass das Schicksal ihrer Familie auf tragische Weise mit dem Untergang der "Trinity" verwoben ist. Plötzlich scheint nichts in Maries Leben mehr zu stimmen. Was ist damals an Bord geschehen? Wer konnte sich noch retten? Marie beginnt, gefährliche Fragen zu stellen. Denn es gibt jemanden, der das Geheimnis der "Trinity" um jeden Preis bewahren will. Um die Wahrheit herauszufinden, muss Marie hinunter in die Tiefe – hinein in eine mörderische Falle, aus der es kein Entrinnen gibt. 

Die Stimme der Hörbuch- und Synchonsprecherin Laura Maire kennt man unter anderem bereits als deutsche Stimme von Ashley Cullen (Twilight). Des Weiteren lieh sie Ygitte aus "Game of Thrones" ihre Stimme und las das Hörbuch "Divergent" von Veronica Roth. Zu der Geschichte rund um Marie und der mysteriösen Trinity passte Laura Maires Stimme perfekt. Besonders angetan war ich von den kurzen Kapiteln, die nicht aus Maries Sicht erzählt wurden. Hier veränderte Laura Maire ihre Stimme so stark, dass ich sie niemals wieder erkannt hätte.

Marie gehört zu der in Friedrichskoog überall bekannten Vosskamp-Familie. Ihrer Familie gehört ein gigantisches "Tee-Imperium", doch die Geschäfte laufen derzeit nicht besonders gut. Doch Geld ist Marie nicht wichtig. Sie macht ein Praktikum bei Seehundstation und wenn man Marie mit ihrer Mutter vergleicht, ist ganz klar Marie die Vernünftige der beiden. Sie führt ein ganz normales Leben...bis das Schiffswrack der Trinity, dass vor mehr als sechzig Jahren sank und bei welchem ihre Großmutter die einzige Überlebende war, geborgen werden soll. An Bord soll sich wertvolles Porzellan aus der Ming Dynastie im Wert von mehreren Millionen Euro befinden. Doch auf einmal häufen sich zunächst seltsame und später immer bedrohlichere Ereignisse...

Marie mochte ich gleich von Anfang an. Sie ist bodenständig und ein unglaublich guter Mensch. Durch ihren Wunsch, Seehunde zu retten, wurde sie mir nur noch sympathischer. Vor allem fand ich auch den Umgang mit ihrer Mutter, die ich vom ersten Moment an nicht mochte, total klasse. Auch wenn sie das Verhalten ihrer Mutter verletzt, bleibt sie dennoch stark und lässt sich davon nicht unterkriegen. Von Marie hatte ich ziemlich schnell ein Bild vor Augen. Anders ging es mir leider mit Charakteren wie Vince und Magnus. Ich sah sie nicht vor Augen und konnte sie nicht einordnen. Dies störte mich aber nur minimal. Die Beziehungen zwischen der einzelnen Charaktere empfand ich dafür als nur wenig authentisch. Die "Liebesgeschichte" des Buches, empfand ich als komplett überflüssig, da sie mich überhaupt nicht überzeugen konnte. Ebenso wenig konnte ich den Umgang der verschiedenen Charaktere miteinander nachvollziehen.

Die Geschichte beginnt relativ ruhig, was sie jedoch nicht langweilig machte. Der Leser hat ein wenig Zeit Marie kennen zu lernen, bevor dann auch schon Spannung aufkommt. Und spannend war dieses Hörbuch auch auf jeden Fall, auch, wenn ich leider einiges vorhersehen konnte. Die Geschichte habe ich durchgehend gerne gehört, auch wenn das Ende für mich nicht besonders überraschend war. Ich hatte definitiv einige spannende Momente mit meinem ersten Roman der Autorin Elisabeth Herrmann.

Fazit: Eine spannende Geschichte mit einer sympathischer Heldin, die teilweise leider etwas vorhersehbar war.

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