Sonntag, 3. April 2016

Rezension: Angela Marsons - Silent Scream 01 Wie lange kannst du schweigen?


OT: Silent Scream
Preis Ebook: 12,99 €
Preis Softcover: 14,99 €
Seitenanzahl: 464 Seiten
Verlag: Piper

ISBN: 978-3-492-06034-9
Erscheinungsdatum: 01. März 2016
Genre: Kriminalroman 
Reihe: Band 1/? 
Meine Wertung: 4,5/5 Sterne

Klappentext Eisig glitzert der Frost auf der tiefschwarzen Erde des Black Country, als die Geräte der forensischen Archäologen den Fund menschlicher Überreste anzeigen und Detective Kim Stone den Befehl zur Grabung erteilt. Nur wenige Schritte entfernt, aber im Nebel doch kaum sichtbar, liegt das verlassene Gebäude des Kinderheims. Eine der ehemaligen Angestellten ist bereits tot, und auch das Leben der verbliebenen hängt am seidenen Faden. Kim ist überzeugt, dass die Lösung des Falls im lehmigen Boden begraben liegt, doch um ihm auf den Grund zu kommen, muss sie sich den Dämonen ihrer eigenen Kindheit stellen. Und noch ahnt sie nicht, was sich in Crestwood zugetragen hat und mit wem sie sich anlegt …

Das Krimi-Debüt der Autorin konnte mich schon auf den ersten Seiten packen. Schnell fiel mir der tolle Schreibstil der Autorin auf, der die Spannung in diesem Buch unterstützt. Angela Marsons schreibt sehr bildhaft und versteht es Spannung zu erzeugen. So war ich schon nach nur wenigen Seiten mitten im Geschehen und fieberte mit, fragte mich, was die heutigen Morde mit den grausamen Geschehnissen vor einigen Jahren zu tun haben. Die Kapitel sind alle relativ kurz und verleiten dazu, dass man sich immer wieder denkt "Ach, die fünf Seiten schaffe ich noch". Die Spannung lässt hierbei zu keiner Zeit nach, da immer weitere Details auftauchen.

Auch die Charaktere in "Silent Scream" sind sehr authentisch gelungen. Zunächst bemängelte ich die Protagonistin Kim Stone wegen der sehr typischen "Detective-Zeichnung". Klar, auch Kim Stone ist wieder der knallharte Detective, die in ihrer Freizeit gerne an Motorrädern schraubt und der sofort auffällt, wenn der Radstand eines Modellautos nicht originalgetreu ist. Bei den Kollegen gilt sie als unnahbar und überehrgeizig. Das hatte man irgendwie alles schon einmal. Und doch konnte Kim Stone mich innerhalb weniger Seiten doch von sich überzeugen. Denn der Grund, weshalb sie so ist wie sie ist, ist definitiv ein neuer und der macht ihre Art dafür umso glaubhafter. Detective Stone wuchs mir sehr schnell ans Herz, wie ich es zuletzt bei Smoky Barret (McFadyen) oder Rizzoli (Gerritsen) hatte und ist auf jeden Fall ein Grund diese Reihe weiter zu verfolgen.

Ein weiterer Grund ist die Hoffnung auf ähnliche Krimis wie "Silent Scream", denn lange hatte ich keinen Krimi mehr, der mir insgesamt so gut gefallen hat. Das Buch ist wie ein riesiges Puzzle, welches nach und nach immer mehr Gestalt annimmt. Ich konnte das Buch daher nur schwer aus der Hand legen und fieberte durchgehend mit. Auch die Thematik mit dem Kinderheim, den vergessenen Kindern, fand ich unglaublich spannend und berührend. Das Ende lies mich völlig begeistert zurück. Gerade bei Krimi's ist mir das Ende oftmals zu sehr an den Haaren herbei gezogen, oder zu vorhersehbar. Hier trifft weder das eine noch das andere zu. Ich habe mir unzählige Varianten zurecht gesponnen und wurde dennoch komplett überrascht. Mehrfach. Das hat schon lange kein Krimi mehr geschafft.

Fazit: Ein rundum gelungener Auftakt einer neuen Krimi-Reihe mit einer sympathischen Protagonistin, einem gelungenen Schreibstil, einem spannenden Plot und überraschenden Ende. Was möchte man als begeisterter Krimileser mehr? ;) Ich kann dieses Buch nur empfehlen. 
 

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